Fast wie vorher

Eigentlich bin ich nicht so fan von: Schön, alles ist wieder wie vorher! Mir gefällt es, wenn etwas los ist, wenn Veränderungen möglich sind.

Zurück im Dampfschiff zu sein ist schön. Es ist anders, die Welt hat sich verändert und im Dampfschiff weht ein anderer Wind. Ich habe mich nicht getraut, 2 Kg Zwetschgen mitzubringen und auf die Theke zu stellen, damit geschnaust werden kann.

Es kommen weniger Leute an den Jam, gestern waren es neun, eine Woche früher waren es drei. Es sollten mehr sein, damit es sich lohnt, heisst es und das ist verständlich.

Das mit der Hemmung in Sachen Zwetschgen und Mindestjamzahl irritiert mich. Weiss nicht, ob mir das gefallen soll. Was aber klar ist, ist das Feeling. Sobald wir spielen und singen, egal wieviel wir sind, bin ich zufrieden, glücklich und inspiriert. Zwetschgen hin oder her. Der Jam ist frei und unabhängig. Er kann überall stattfinden, Hauptsache wir finden den Draht zueinander, die Stimmung, den Groove, den Flow und in diesem Fall finde ich es megaschön, dass alles noch ist, wie vor Corona.

Bis bald, Marianne

Jamming in the rain

Die Eisihalle hat sich nicht nur als geeigneten Uku-Unterschlupf erwiesen, sondern ist auch eine Bühne inmitten der Kleinstadt, wo man gesehen und gehört wird.
Selbst für den Ausgang gerüstete Teenies haben andächtig zugehört um dann beim „Blowing in the Wind“ etwas verschämt mitzusingen. Von einem Passanten haben wir sogar ein Trinkgeld erhalten, das wir dann nach vollbrachter Jam im Roten Haus seinem Zwecke zugeführt haben.

Manchmal ist es auch das Wetter

14.10 Uhr sah es hier in Schenkon ziemlich bedrohlich aus. Dunkel, fast schwarzer Himmel, Wind und dazu ploppte eine Sturmwarnung der Stärke 4 auf meinem Smartphone auf. Da ich Erfahrung mit Hochwasser, umgestürzten Bäumen und fliegenden Ziegeln habe, habe ich mich bei Tina abgemeldet: Kein Ukujam in Brugg für mich heute – leider!

Mittlerweile ist das Unwetter relativ sanft vorbeigezogen. Vor fünf Minuten schien die Sonne, draussen singt sich die Mönchsgrasmücke die Seele aus dem Leib und ich sehe im WhatsAppChat, dass der Jam für heute ins Wasser gefallen ist – buchstäblich.

Super, das ist ja die Normalität, nach welcher wir uns gesehnt haben. Eine Veranstaltung wird wegen dem Wetter abgesagt! Normaler geht‘s nimmer!

Trotzdem, es ist schade und ich hoffe schon, dass das Wetter uns nicht zu oft einen Strich durch die Rechnung macht. Eine so grosse Fanin von Normalität bin ich denn doch nicht. Oh, soeben eine neue Wetterwarnung für Schenkon, diesmal Heftige Gewitter, Stufe 3. Ich bin bereit.

Und, habt ihr gewusst, alle Coronaviren auf der Welt zusammen wiegen 120 Gramm. Das kam soeben am Radio. Na ja, mal schauen, was der Abend sonst so noch bringt.

Marianne