Gestern spielten wir an der Aare, von „You are my sunshine“ bis „Luegit vo Bärg ond Tal“. Als wir uns besammelten, um loszulegen, dröhnte gleich nebenan Rap aus Lautsprechern.
Ohje, das kennen wir oder doch nicht?
Die drei Männer, die an diesem noch immer warmen Sommerabend dem Rap lauschten, sahen uns und dann kam es: Sie fragten, ob sie ihre Musik abstellen sollen. Wir waren verblüfft. Normal ist, dass wir halbnackte, herumliegende und grillende Jungs darum bitten, ihren Sound leiser zu stellen. Das kommt nicht immer gut an!
Ja, gerne, war unsere Antwort. Wir beginnen um 19.00 Uhr. Tja, und es waren die Drei, die uns um 19.00 Uhr daran erinnerten, dass es an der Zeit sei, in die Saiten zu greifen und zu singen. Es war so schön. Sie hörten uns längere Zeit zu, klatschten und irgend einmal merkte ich, dass sie sich getrollt hatten.
Auch das ist noch nie passiert!
Wir spielen beherzt weiter. Schrummen und singen mit zweifachem Elan, schliesslich regnete es vor einer Woche, so dass der Jam an der Aare abgesagt werden musste. Als wir bei „Guantanamera“ angelangt sind, schlendert ein südländisch anmutender Jüngling langsam vorbei, bleibt stehen, zieht die Stöpsel aus seinen Ohren und strahlt uns an. Ich glaube, er hat sogar ein wenig mitgesungen.
Momente, die wir lieben
Begebenheiten wie diese, es gab noch einige mehr davon, sind so was von schön. Sie wirken sich auf uns alle aus. Wir spielen und lächeln uns an – veritable Glücksmomente sind das.